1.5 Erste Meditation (Der Mythos) (Part 5)

 

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Bild dankend von hier

 

Aus der Reihe “Der Anker – Meditationen über Sinn und Sein

Damit wir an dieser Stelle verstehen, was diese komplizierten Formulierungen bedeuten versuche ich das Ganze in ein Mythos zu Packen.

Vorneweg dies ist ein Mythos, damit hat er keinerlei wörtlich zu nehmende Wahrheit in sich, sondern kann nur im Verstehen einen Anriss geben, was ich versuche damit zum Ausdruck zu bringen (Stichwort: Fehlbarkeit der Sprache). Dementsprechend liest und versucht zu erfühlen, was ich damit im Zusammenhang zu der Meditation zum Ausdruck bringen will.

Besondere Anmerkung: Das Ganze ist weder weiblich noch männlich und beides Zugleich, auch wenn ich sprachlich hier von einem “er” spreche (Wegen “der” Grund!).

Nun zu dem Mythos:

Am Anfang war der Grund (Logos), dieser war sehr alt und hatte jeden Namen. Doch er wollte keine Namen haben, denn so viele Namen wie er besaß, las er in keinem sich selbst und doch war er alle gleichzeitig. Er saß im Dunkel, denn alle Namen überhäuften sich und jeder wollte wirklich an ihm haften bleiben, damit er ihn lesen kann, doch dadurch konnte er keines richtig lesen. Wenn so viele Namen auf einem Haufen sind, ist es auch schon schwer zu lesen, denn die Buchstaben sind ja schwarz und dadurch, dass es alle Namen waren, war außer Dunkelheit Nichts mehr zu sehen. Dem alten Grund war Nichts schlimmer und er hoffte, dass es anders Sein könnte. Er Begriff, dass die Namen zusammen so Nichts heißen und ein Name sollte sicher nicht Nichts sein. Also griff er nach einem Namen und las und sagte: “Ich!”
In diesem Augenblick zogen sich schlagartig alle Namen zurück und die Dunkelheit mit ihnen und um den alten Grund füllte sich ein herzliches Licht. Auf seiner Schulter blieben drei Namen stehen und schauten Schüchtern drein. er nahm sie und las und sagte: “Sein! Liebe! Freiheit!”, woraufhin das Nichts sich noch mehr zurückzog. Das Gefiel ihm! “Ja klar! Ich bin Ich! Dem Nichts begegne ich Sein in Liebe! Und durch die Liebe bin frei!” dachte er sich vergnügt und so sah er, dass Ich ist und dass es so gut ist. Das Ich wiederum sprang herum und schrie die Ganze Zeit: “Ich! Ich! Ich! Ich…” und so nahm ihn der alte Grund in die Hand und sagte: “Du bist ein Name von mir, aber neben mir kannst du nicht Sein. Ich bin schließlich Ich! Und du bist auch Ich aber nicht ganz!”
“Warum? Was bin ich dann?” fragte das Ich.
Und der Grund sagte: “Schau dir diese Ganzen Namen hinter dem Licht, in dem wir stehen, an. Die bin ich auch! Du aber, bist ein Teil meines Ich, vielleicht sogar die Bedeutung meines Ich, aber nicht das Ganze und auch nicht alle Namen. Es gibt viel mehr Namen als nur Ich und die sind zum Teil so wie du und zum Teil ganz anders! Mein Sein und dein Sein ist anders!”
“Oh!” sagte das Ich: “Wie bin ich denn dann? Was bedeutet anders sein?”
Der alte Grund dachte lange nach. Er griff sich an sein Kinn und überlegte, wie er denn dem Ich das erklären könnte und da hatte er eine gute Idee. Er ging in Richtung der Namen, diese zogen sich schnell zurück ins Nichts, doch einige Namen blieben zögerlich stehen und der alte Grund griff nach ihnen. Er las und sagte: “Denken! Etwas! Begründung! Erkenntnis! Wissen! Negation! Meinung!”
Er sah das das genau die Namen waren die er wollte und es gefiel ihm.
Er kam zurück zum Ich und gab die Namen in seine Hände. In die eine Hand gab er dem Ich das Denken, Etwas, Begründung und Erkenntnis und von seiner Schulter nahm er das Sein und legte es auf die Schulter des Ich. In die andere Hand gab er ihm das Wissen, die Meinung und die Negation. Er sagte zum Ich: “Hör zu! Du bist ab jetzt der neue Grund, da ich dir das Sein auf die Schultern gelegt habe und über die eine Hand hast du Erkenntnis und kannst deswegen Etwas begründen indem du denkst. Aber wage dich nicht zu denken du würdest Wissen, denn in die andere Hand gebe ich dir dafür das einzige was du Wissen kannst, dass du Nichts weißt! Ich bin nämlich das Wissen schließlich auch und an mir kannst du nur begründet ein Teil des Wissens erkennen und das ist die Meinung und das kritische Denken über die Negation. Alles, was du zu Wissen gedenkst ist nur deine Meinung. Versuche dich am Nichts und du wirst das Sein erkennen! Versuche dich am Wissen und du wirst Nichts mehr wissen als deine Meinung!” Und er lachte laut los und dachte sich wie schön das wird und er liebte die Idee! Dann schaute er ernst und fügte hinzu während er die Liebe und die Freiheit in die Brust des Ichs steckte: “Und nun bist auch du frei! Bring durch deine Liebe die Dunkelheit ans Licht und du wirst erkennen wer du bist und wer ich bin! Doch vergesse nie, dass auch die Dunkelheit in mir ist und die Liebe die Brücke zwischen Licht und Dunkelheit! Ohne diese Brücke kannst du nicht frei sein.”
Das Ich schaute verdutzt und lief auf das Große Nichts zu, um die Fragen zu beantworten: “Wie bin ich? Wie ist alles?”

 

 

Ein Video, dass für die weiteren Inhalte von Bedeutung sein wird.

 

 

Wenn hier über der Grund gesprochen wird, ist damit das transzendentale Ganze gemeint, somit, die außerhalb der Dimensionen begrifflich bestimmte, Idee der Einheit von Sein und Nichts, gemeint. Wie man, wenn man die 10 Dimensionen versteht, erkennen kann ist die 10te Dimension eigentlich das Gesamte Sein, mitsamt aller existentiellen Bestimmungen, die möglich sind. Interessant ist hierbei, dass die 10te Dimension und die 0te Dimension ein Punkt ist. Das ist, was bei meiner Meditation das Verhältnis von Etwas, als das einzelne des Seins (0te Dimension) gegenüber dem Nichts, zu Etwas, als das Mannigfaltige des Seins (10te Dimension) im Verhältnis zu Nichts steht. Der Grund ist somit eine ideelle Zusammenfassung des unüberbrückbaren Zusammenhangs von Sein zu Nichts in ihrem Gegensatz in sich vereint durch die Liebe (auf die Liebe gehe ich später im Detail ein).  Übersetzt auch das Eine, das Ganze bzw der Grund, das Alleinige, die Wahrheit, die Möglichkeit, die Kreation bzw, Werden, die Konstruktion und die Destruktion.

  1. Das Eine, weil es sowohl Sein als auch Nichts in sich hat.
  2. Das Ganze bzw der Grund, weil es kein Teil eines höheren ist, sondern das höchste und gleichzeitig der tiefste Punkt ist, innerhalb dessen das Sein und das Nichts in ihrer Gegensätzlichkeit sich verstehen.
  3. Das  Alleinige, weil es kein Anderes neben sich hat.
  4. Die Wahrheit, weil erst durch das Verhältnis von Sein oder Nichts, eine existentielle Bestimmung von Wahr (Es ist…!) und Unwahr (Es ist nicht …!) möglich ist.
  5. Die Möglichkeit, weil nur innerhalb dessen alles Werden nach ihrer Möglichkeit geschieht (Ein Sein gegeben ist).
  6. Die Kreation bzw das Werden, was innerhalb dessen, das Sein aus dem Nicht Nichts sein bzw das Etwas als einzelnes Sein zum Mannigfaltigem Sein, ist
  7. Die Konstruktion, das Zusammenführen von einzelnen Sein zu einem Zusammenhängenden Sein.
  8. Die Destruktion, das Zerfallen oder die Rückführung von einem Zusammenhängendem Sein zu einzelnen Seins-Teilen.

Jede dieser Punkte bedürfen eine gründlichere Untersuchung, die an anderer Stelle durchgeführt wird.

 

 

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