Die Großen

Die wahrlich großen
die sind nicht groß.
Sie wollen’s auch nicht sein.

Denn ihre Größe
liegt nicht im Maß.
Das Maß ist dem zu klein.

Wahrlich Große bücken sich
für Blumen und für Stein.

Sie kümmern sich
und lachen laut
und sind im Herzen rein.

Die echten Großen
schauen nach oben
und nicht von da herab,

ihre Größe liegt mehr im Tragen
der Lastens Schwere statt.
copyright Farzam Mikail Fardowsi

Blicksprache

Wo sind sie hin
deine Augen?

Das Glitzern und das Lachen,
die sich einst darin
so heimisch machten.

 

Wer gab dir das
das Matt was du jetzt trägst?

Dein Blick der immer tiefer
sich dem Boden neigt,

versteckt und sich vergräbt.

 

War ich am schlafen
oder du zu wach?

Was ist passiert?
Warum glaube ich dir nicht mehr

wenn du lachst?

 

Wann wurd’ ich taub?

Wieviele Tränen fielen
unerhört zu Grund?

Gabst du mich auf?

 

So bitte sprich!
Denn die Sprache deiner Augen
reißt mich entzwei,
entblößt dir meine Ängste
und öffnet dir mein Herz.

Ich will das nicht!

Ich ertrag’ nicht deinen Schmerz.
So bitte sprich!

 

 

Copyright by Farzam Mikail Fardowsi

 

 

Die Eine

traene-der-sonne-1ae28be9-271e-4909-94b9-f3a6542c42dc

Als ich Jung war
wurde ich gerettet,
vor der Leere.

Mit nur einem Satz
und einem Blick,
Tabula Rasa meiner Seele.

Doch dann warst du weg!

Nicht mein war dein Weg.
Wo du mir Licht gabst
Zwielicht sich gelegt.

Wo erst noch Tränen waren,
in Fülle unentwegt,
machte sich Dürre satt

am Abglanz

Und Trocken lebte ich
misste meiner Seele Tanz.

Doch nun erinner’ ich
deiner ach so herrlich Pracht

mit Liebe!

Und wissen tu’ ich,
auch wenn ich nicht mehr Weine,
du eilst zu mir alsbald,
du bist für mich die Eine.

© Farzam Mikail Fardowsi

Sehr schönes Foto von hier (Werk von Von
vuja 3 von der http://www.fotocommunity.de/)

Red Fall impressions

b41702fc

Leaves fall and withering spreads.
Color of spring turns from green into red.
Wind fondling branches, brings dance
to the edges of trees.
Forgotten remembrance recur, nostalgic
as rain brakes into tears.

The warm son reminds of the waning degree.
Nude skin in Jackets opposing nudeness of tree.
Little leaves playing, dancing circles
or play hide and seek.
All natures arrangements are made
for the end to be meet.

But not for too long after
as the shades of winter lay strong.
beautiful sprouts will awaken
and the end will be gone.

© Farzam Mikail Fardowsi

Picture thankfully used from here

Forgiving

forgive1

How do we dare seek forgiveness
without forgiving another?
How do we call ourself righteous
if right is just for you
and not for each other?

How do we demand goodness of heart
without our hearts on the line?
How do we dare seeking trust
in words of blood
in this time?

How have we succeeded alone
without anyones help,
when each dyme we now own
lacks
someone other instead?

How do we expect a freedom lasting
paid in colorful red?
How can we make money
out of blood
with no trace of conscience instead?

Forgetting forgiveness
forgives no forgiveness at all!
For getting forgiveness
only forgivers are part!

Forgiveness is now!

© Farzam Mikail Fardowsi

Picture thankfully used from here

Gespräche im Nebel der Netze (Part 2)

KMS3893

 

 

Es gibt ein Unheil, dass sich durch die Welt zieht wie das altbekannte Fangenspielen. Keiner will der Fänger sein. Er ist dreckig, weil er gefangen wurde und sein bemühen ist es diesen Dreck von sich zu geben, damit er sich wieder rein fühlen kann.

Was im Spiel als Überlebensstrategie uns im frühen Alter schon beigebracht wird. kommt aus der Ausweglosigkeit gegenüber den Prinzipien Fressen und Gefressen werden, Kämpfen oder Untergehen und auch sehr beliebt, und wie ich finde unglaublich fehl gedeutet, Sein oder nicht Sein. Gleichwohl ist es eben genau dieses Spiel auch, mehr oder minder, der Ausdruck dessen, weswegen wir nicht aus diesem Kreislauf rauskommen.

Wer hat die Kraft und die Macht und die Stärke der Fänger zu werden, der alle Fänger aufnimmt und ohne zu fangen, ohne Anerkennung, ohne weltliches Glück, ohne Anspruch, einfach das Spiel zu Ende zu bringen, indem er dann niemanden mehr fängt, um ihn zum Fänger zu machen. In allen Geschichten gibt es diesen Jemand, Jesus, Sokrates, alle alten Sagen und Mythen und ich bin mir sicher (man soll sich Mandela oder Gandhi anschauen), dass es auch Unmengen dieser reinen Seelen, der puren Kinder, der Tränen der Engel, den Herzschlägen Gottes, im Laufe der Geschichte gab. Es hat nur keiner mitbekommen, weil es denen nicht darum ging, dass man es mitbekommt. Im Buch Wolkenatlas geht es um genau diese Einflüsse, Berührungen und “Das Fangenspiel”, dass wir über Jahrtausende schon betreiben und keinen Ausweg daraus finden. Die Geschichte hat mich zweimal zum weinen gebracht. Das dritte mal hab ich lange darüber nachgedacht. Welche Schicksale ich denn wohl beeinflusst habe, im Guten und im Bösen. Darüber denke ich noch immer nach und werde wohl auch länger brauchen. Doch viel wichtiger ist es aufzuwachen und zu horchen. Den ein Flüstern durchzieht die Welt und mehrere Stimmen sind da eingebettet. Welche führt wohin. Wem vertraue ich wohl? Liebe ist die Antwort