Das Licht

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Und es ist und war das Eine,
getragen von der Liebe
Zweier.
Gebettet in der Seele
als Tempel.

Und es wird auch sein,
wenn die Flügel gleich uns
tragen.
Wenn die Himmel, die wir suchen,
sich öffnen
und uns kein Über und Unter mehr
versucht.

Keine Farbe, kein Geschlecht,
kein Hab und Gut
und keine Macht,
ist vor diesem Licht.

Nur die Liebe wird euch darin halten.
gleichwertig,
vereint,
nicht das Selbe
doch dadurch Eins.

© Farzam Mikail Fardowsi

Ich wünsche allen ein frohes Fest und eine besinnliche Zeit. Ich glaube an Baustellen für das neue Jahr mangelt es der Menschheit im Moment nicht. Viel mehr will ich Kraft und Einsicht für alle wünschen und darum beten, dass man sein Bezug zum eigenen Lieben und das Lieben zum nächsten wiederfindet. Wir sind in einer Zeit, die uns alle über alle Grenzen, Geschlechtern, Hautfarben, Kultur und Glauben näher gebracht hat und nur gemeinsam können wir in eine Richtung gehen.

Ein kleines Kapitel zur Andacht. 🙂 ❤

Matthäus – Kapitel 7

Vom Richtgeist

1 Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet. (Römer 2.1) (1. Korinther 4.5) 2 Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden. (Markus 4.24)
3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? 4 Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge? 5 Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; darnach siehe zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!
6 Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben, und eure Perlen nicht vor die Säue werfen, auf daß sie dieselben nicht zertreten mit ihren Füßen und sich wenden und euch zerreißen. (Matthäus 10.11) (Lukas 23.9)

Von der Gebetserhörung

7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. (Jeremia 29.13-14) (Markus 11.24) (Lukas 11.5-13) (Johannes 14.13) 8 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
9 Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet ums Brot, der ihm einen Stein biete? 10 oder, so er ihn bittet um einen Fisch, der ihm eine Schlange biete? 11 So denn ihr, die ihr doch arg seid, könnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten! (Jakobus 1.17)

Vom Tun des göttlichen Willens

12 Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten. (Matthäus 22.36-40) (Römer 13.8-10) (Galater 5.14)
13 Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. (Lukas 13.24) 14 Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden. (Matthäus 19.24) (Apostelgeschichte 14.22)
15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.(Matthäus 24.4-5) (Matthäus 24.24) (2. Korinther 11.13-15) 16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? (Galater 5.19-22) (Jakobus 3.12) 17 Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte. (Matthäus 12.33) 18 Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. 19 Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. (Matthäus 3.10) (Johannes 15.2) (Johannes 15.6) 20 Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. (Römer 2.13) (Jakobus 1.22) 22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan? (Jeremia 27.13) (Lukas 13.25-27) 23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter! (Matthäus 25.12) (2. Timotheus 2.19)

Bild dankend von hier entnommen

Wenn man zum Erklären von Träumen ausholt

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Ich habe viele Träume gehabt. Aber um sie zu verstehen, muss ich dir ein paar Sachen über mich erzählen. Wobei man auch ein kleines bisschen darüber in meinem angefangenen Roman auf meiner Seite nachlesen kann, deswegen probier ich das anders zu erzählen. Ich war schon immer ein Empath und ein Vernunftwesen. Seit ich denken kann saugte ich schon die Gefühle anderer Menschen auf und empfand sie nach, als wären es meine. Dadurch war es schwer den Unterschied zu finden. Wo hören die Gefühle anderer Menschen auf und wo fangen meine an. Dementsprechend dachte ich auch anders als die anderen Kinder. Ich habe nämlich Gefühle vor meinen Gedanken geschaltet. Zum Beispiel fühle ich Trauer und muss erstmal darüber nachdenken, ob es meine Gefühle sind oder die einer anderen Person. Eine normale Person lebt aber in einer Welt, wo Gefühle und Gedanken getrennt voneinander existieren. Ich habe dadurch, früh schon angefangen meine Gefühle zunächst zu unterdrücken. Einen großen Einfluss darauf hatte die Welt in der wir leben, oder sagen wir mal die Gesellschaft, die wir uns in dieser Welt erbaut haben und die sozusagen unserer Welt für uns ist. Heutzutage müssen wir immer stark bleiben. Gerade als Mann ist es dir nicht gegönnt Gefühle zu zeigen, lieb oder schwach zu sein. In dieser unserer erbauten Welt zwingen wir alle, dass nur die starken ihr Recht auf Leben “erkämpfen” können. Nur die starken sehen wir mittlerweile als jene an, denen man anvertraut, eine Obhut für die Kinder sein zu können. Diese verquere Sicht auf die Dinge hat sich auch in der Welt systematisch darauf entfaltet, dass Rollen verteilt wurden in die man quasi eintreten muss, damit die Prozesse des Lebens, die eigentlich frei und schöpferisch waren und durch diese Entfaltung jetzt statisch und kategorisch geworden sind, uns in unserem Leben unterstützen können.

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Im seel’gen beieinander sein.
Im Blicke vereint.
Im Herzen dann eins.

Keinen Zweifel durch Worte.
Keine Schluchten,
keine Wände an diesem Orte!

Durch Wir sein Ich sein!
Im Blick des Andern Sich.
Im Ich sein liebend, offen
für sich
im Herzen frei.

© Farzam Seyed Mikail Fardowsi

Picture used from here

4.2 IST EIN WUNDER DOCH NUR NE VERWUNDERUNG?

Ein paar Stunden später liege ich in meinem Bett und versinke in die Welt der Serien und Filme. Eigentlich lasse ich mich nur von der Serie beschallen ohne etwas mitzukriegen. Normalerweise tauche ich so in fremden Welten ein, um meine Gedanken ruhen zu lassen, jemanden mir von Welten erzählen lassen, die voller Hoffung und ganz  anders sind als die Welt in der ich Tag auf Tag in der ewigen Alltäglichkeit versinke.

Ich fliehe nicht! Ich Lebe!

In jeder dieser Geschichten finde ich mich und lebe für eine oder mehrere Stunden in anderen Welten, bin eine andere Person. Das ist meine Befreiung von der Bürde dieser Welt. Doch jetzt geht das nicht! Es ist fast so als hätten die Geschichten, die ich in den Filmen, Büchern und Serien gesucht habe, mich gefunden. Ich kann nicht eintauchen, denn ich bin mittendrin. Meine Gedanken sind immer noch beim Gespräch mit Gregor, mein Kopf noch völlig unklar. Im Hintergrund schreit eine Frau auf und beschuldigt ihr Gegenüber so lange über ihre Herkunft geschwiegen zu haben. Die Wände meines Schlafzimmers flackern in einem Spiel von Strukturen in Blau und Grau. Alles erscheint wie das Testbild der Fernseher aus früheren Zeiten. Warum jetzt plötzlich. Was hat es mit der Harmonie auf sich, die von Gott persönlich beschloßen wurde? Gregor hat entschieden das Ganze nicht wirklich aufzuklären. Er meint, dass man die nötige Zeit dazu braucht, um vernünftig mit der Wahrheit umzugehen. Was für eine Wahrheit? Was ein Humbug! In wirklichkeit will er genug Raum haben, um die Lüge aufrecht zu erhalten. Er meint die Wahrheit wäre ein Geschenk, das man gibt und erhält. Das ist die eigentliche Bedeutung dessen, was in vielen Religionen als Abbild Gottes beschrieben wurde. Die Wahrheit gibt es in erster Linie dadurch, das es die Welt gibt. In zweiter Linie aber dadurch, wie wir die Welt uns machen. Ziemlich einfach gesagt für nen Verrückten mit nem weißen Nachthemd, der aus dem Nichts in das Leben guter Leute eintretet und kein bisschen mehr erklärt, als auch nur das notdürftige. Er erzählte mir von einem Acker, den ein Herr seinen Arbeiter überlässt und die Arbeiter bearbeiten es oder sowas. Parabel wisch wasch. Kann ich bei dem, was die letzten Tage mir passiert ist sehr gut gebrauchen. Ich werfe die Fernbedienung neben das Bett und dreh mich auf mein Bauch. Im hintergrund flackert noch immer die Serie vor sich hin. Die Frau hat ihrem Gegenüber schon längst vergeben und einen Kuss als Krönung der Versöhnung hinterher geschoben. Alles Randschauspiel, denn mein ganzes Bewusstsein ist durchdrungen von dem Gedanken, was ab morgen nun mit mir Sein wird. Noch mehr unverständliches was ich verstehen soll. Reicht ja auch nicht, das mein Leben unverständlich genug war. Ich weiß zwar nicht, wie er das mit dem Muhn gemacht hat, aber vielleicht dreh ich auch einfach gerade durch. Hallus! Kann ihn überhaupt ein anderer sehen als ich?!

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4.1 Ist ein Wunder doch nur ne Verwunderung?

Im Schatten der Röte werd ich Horny

Der nächste Tag fängt spät an. Um genau zu sein hat er schon lange aufgehört. Ich wache Abends auf und es ist schon dunkel. Mein Nacken lässt schon mehr Spielraum zu, aber vergisst einfach noch nicht was vorgefallen ist. Ich stehe schlapp auf, geh in die Küche runter und bemerke, dass anscheinend keiner meiner Mitbewohner mehr da ist. Ich setz mir nen Kaffee auf und als ich mich umdrehe sitzt Gregor da.

“Hallo Gregor!” sag ich völlig abwesend. “OH MEIN GOTT!” schreie ich auf. “Wie bist du hier hereingekommen!?” fasele ich wirr vor mich hin, während ich in der Küche hin und her stapfe.

“Hmm ja, gute Frage, äußerst passend, wenn es an jemanden gerichtet wär, der naja, NICHT ein Engel ist!”

Diesmal sitzt er gelassen in einem Morgenmantel an unserem Küchentisch und hält eine Zigarre in der Hand.

“DU BIST KEIN ENGEL!”, schrei ich ihn an, “Ich will es nicht mehr hören.” Mir stockt der Atem “-Du bist doch kein Stalker oder?” Ich versuche das Telefon zu orten.

“Hehe Stalker, ja der war gut!” kichert er vor sich hin. “So gesehen stalken euch Engel eigentlich die ganze Zeit!” schmunzelt er.

“Alter du machst mich Irre! Geh raus, lass mich in Frieden!” geb ich verzweifelt von mir als ein Versuch mich endlich nicht mehr damit zu plagen.

“Hmm also nee, das ist jetzt schwierig zu erklären, aber das ist keine Wahl, die du in nächster Zeit treffen kannst!”

“Was meinst du damit?” frag ich ihn das Schlimmste befürchtend.

“Also wenn du in der Schule auch so schwer von Begriff warst wie jetzt….” sagt er vorwurfsvoll und mit strenger Miene.

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